Tredozio

„Tre giovinette da le bionde chiome/Questo abitaro un dì sfatto Castello;/E prime furo a dar principio e nome/al piccolo, solingo paesello,/Che discendendo per difficil calle/S’incontra giuso ne l’angusta valle… E Tredozio il paese fu nomato/Da le Tre-Doti che l’avean fondato“.

So beschrieb die Dichterin Maria Virginia Fabroni im 19. Jahrhundert in Versen eine der Theorien über die Entstehung des kleinen Dorfes.

Tredozio liegt im oberen Tramazzo-Tal, umgeben vom Apennin zwischen der Toskana und der Emilia Romagna. Hier, an den Hängen des Apennins, glüht der Vulkan Monte Busca, der auch als der kleinste Vulkan der Welt bekannt ist. Dieser lodernde Brunnen, dessen Flammen aus dem Mittelpunkt der Erde sprudeln, inspirierte den Exilanten Dante Alighieri, der sich von ihm zu einigen Passagen der Hölle inspirieren ließ.

Tredozio bietet innerhalb und außerhalb des Ortskerns einige Sehenswürdigkeiten. Ein Teil des Gemeindegebiets liegt nämlich im Nationalpark Foreste Casentinesi, Monte Falterona und Campigna. Der See Ponte und die zahlreichen angrenzenden Wege stellen eines der schönsten und naturbelassensten Gebiete des Parks dar.

Ein weiteres Merkmal von Tredozio ist die ausgezeichnete Schuhmanufaktur, darunter:

FACIT. Das 1995 gegründete Unternehmen legt größten Wert auf die Qualität des Endprodukts. Die Schuhe von Facit sind an den Füßen der schönsten Frauen der Welt zu sehen: Prinzessin Kate Middleton, Sandra Bullock, Charlize Theron und viele mehr.

FLLI FABBRI Handgefertigte Reitstiefel nach Maß. Die Marke ist in der ganzen Welt bekannt. Die Schuhe der Gebrüder Fabbri werden von mehreren Olympiasiegern getragen.

Aus gastronomischer Sicht hat Tredozio etwas ganz Besonderes zu bieten: IL BARTOLACCIO: ortstypische Spezialität, die mit Zutaten der einfachen Küche hergestellt wird und das Gütesiegel Meraviglia Italiana erhalten hat. Dem Bartolaccio ist ein Fest gewidmet, das jedes Jahr an den ersten beiden Sonntagen im November stattfindet.

Ein weiteres Merkmal von Tredozio ist die Exzellenz bei Schuhen:

FACIT Das 1995 gegründete Unternehmen legt großen Wert auf die Qualität des Endprodukts. Die Schuhe der Facit sind an den Füßen der schönsten Frauen der Welt: Prinzessin Kate Middleton, Sandra Bullock, Charlize Theron usw.
FLLI FABBRI Handgefertigte Herstellung von maßgeschneiderten Reitstiefeln. Die Marke ist weltweit bekannt. F.lli Fabbri Schuhe werden von mehreren Olympiasiegern getragen.
Aus gastronomischer Sicht hat Tredozio seine eigene Besonderheit: IL BARTOLACCIO: ein typisches Lebensmittelprodukt, das aus Zutaten der ‚armen Küche‘ gewonnen und mit der italienischen Marke Meraviglia ausgezeichnet wurde. Bartolaccio ist ein Fest gewidmet, das jedes Jahr an den ersten beiden Sonntagen im November stattfindet.

Der See Ponte und die Giganten von Tramazzo

Ein Teil des Gemeindegebiets von Tredozio gehört zum Nationalpark Foreste Casentinesi, Monte Falterona und Campigna. Auf dem Parkgelände befindet sich der See Ponte, eine 1962 künstlich angelegte Wasserfläche, die sich heute perfekt in die natürliche Landschaft einfügt. Das Seegebiet gehört sicherlich zu den schönsten und natürlichsten des Parks und ist zudem durch zahlreiche Wanderwege gekennzeichnet. In der Nähe des Sees befindet sich die Berghütte Casa Ponte.

Außerdem kann man nicht weit entfernt den Buchenwald mit monumentalen Bäumen, den sogenannten Giganti del Tramazzo, besichtigen.

Der Vulkan Monte Busca (auch als kleinster Vulkan der Welt bekannt)

In Wirklichkeit handelt es sich um ein Phänomen, das als „lodernde Fontäne“ bezeichnet wird und durch den Austritt von gasförmigen Kohlenwasserstoffen entsteht, die sich an der Luft spontan entzünden. Im Fall von Tredozio ist es Methan, das aus der Erde entweicht.

Ein Phänomen, das besonders im Nahen Osten weit verbreitet ist.

Eine lokale Legende besagt, dass sich Dante Alighieri von dem Vulkangestein des Berges Busca für einige Passagen seiner Hölle inspirieren ließ.

Erste Hinweise auf den „Vulkan“ findet man im Buch „Descrittione di tutta Italia“ aus der Mitte des 16. Jahrhunderts des Bologneser Dominikanermönchs Leandro Alberti.

In den dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts ging er in den Besitz des Unternehmens Idrocarburi Metano über, das 1939 eine Gasleitung und ein Gebäude für die Methangewinnung errichtete. Kurz darauf wurde der Betrieb eingestellt, da er als unwirtschaftlich erachtet wurde. Seitdem strömt das Gas weiter aus und die Flamme lodert wieder.

Palast Fantini

Aus den Dokumenten der Familie Fantini geht hervor, dass am 3. Mai 1753 die Fundamente und die Grundsteine der Fassade gesegnet und der Grundstein gelegt wurde. Die Fassade des Palastes ist im toskanischen Barockstil gehalten, an der ein Balkon und das Familienwappen – ein auf einem Feld stolzierenden und pickenden Hahn – angebracht sind.

Neben den Teilen aus dem 18. Jahrhundert weist der Palast interessante Arbeiten im neugotischen oder Jugendstil auf.

Im Inneren befindet sich ein kleines Museum des Landlebens, das in thematische Bereiche unterteilt ist. Von April bis Oktober (nach Vereinbarung) kann man vor allem den wunderschönen Garten der Residenz besichtigen, der zum Verein Grandi Giardini Italiani gehört.

Ehemaliges Kloster SS. Annunziata

Ein uraltes Gebäude, das schon in der Römerzeit als Wachturm diente, wurde um das Jahr 1000 zu einem religiösen Ort.

Im Jahr 1563 zogen 14 Dominikanerinnen aus dem Kloster Luogo d’Africa dorthin, bis Napoleon 1810 die Klosterorden auflöste.

Im Jahr 1851 wurde es dann zum Privathaus der Familie Fabroni (oder Fabbroni). Hier wurde die Dichterin Maria Virginia geboren, deren Ruhm sich bald landesweit im neu vereinigten Italiens ausbreitete. Ihre lieblichen Verse stehen im Kontrast mit ihrer starken Persönlichkeit, die mutig die Autonomie des Denkens von Frauen einfordert. Ihr Kampf gegen die kleinbürgerliche Moralvorstellung arrangierter Ehen im 19. Jahrhundert und die Unbestrittenheit der väterlichen Autorität macht si zweifellose zu einer interessanten Figur. Aus diesem Grund hat die Gemeinde Tredozio einen Poesiepreis nach ihr benannt, der mit der Zeit nationale Relevanz bekommen hat.

Castellaccio

Was vom Castrum Treudacium übriggeblieben ist, befindet sich auf der Spitze eines Bergrückens, nur wenige Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Das erste Dokument, das die Existenz des Schlosses der Grafen Guidi bezeugt, stammt aus dem Jahr 925. In seiner Blütezeit hatte das mittelalterliche Gebäude ein majestätisches Aussehen mit massiven achteckigen Kalk- und Steinmauern. Im Zentrum des befestigten Bereichs befanden sich der 17 m hohe Turm, die Kirche S.ta Maria Maddalena und das Haus des Grafen. Leider war die Burg bereits im 19. Jahrhundert zur Ruine verkommen, und heute ist nur noch wenig übrig: die Fundamente, ein paar unterirdische Räume und ein Teil der noch stehenden Mauer mit Schießscharte. Der Ort mit den Überresten ist sowohl aus archäologischer als auch aus landschaftlicher Sicht sehr eindrucksvoll.

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