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Borgo San Lorenzo

San Lorenzo, Schutzpatron der Stadt, der hier mit religiösen und bürgerlichen Initiativen gefeiert wird, erinnert uns daran, dass in den Augustnächten seine Tränen vom Himmel fallen: Jene Sterne, die wie Funken über unsere Köpfe zu fliegen scheinen. Und es fällt leicht, auf den umliegenden Hügeln eine neue Erfahrung zu erleben, sich zum Beispiel unter dem dunklen Himmel – den man in der Stadt ja nicht mehr finden kann – hinzulegen, eine Sternschnuppe zu suchen und dann einen Wunsch auszusprechen.

Der erste Weg führt über die zwei Stadttore, Porta Fiorentina und Porta dell’Orologio (Überreste der alten, im Jahr 1351 errichteten Stadtmauern), natürlich sofort ins Altstadtzentrum. Als absolutes Muss gilt ein Besuch in der Pfarrkirche Pieve di San Lorenzo aus dem Jahr 941, dem größten romanischen Gebäude des Florentiner Umlands. Das Innere der Kirche überrascht mit unzähligen Kunstwerken, wie unter anderem: eine dem Giotto zugewiesene Madonna, ein Kruzifix der Schüler Giottos, eine Agnolo Gaddi zugewiesene Madonna auf dem Thron mit Kind sowie die Jungfrau mit den Heiligen Franziskus und Domenikus von Matteo Rosselli. Die Apsis wurde von Galileo Chini mit Fresken geziert. Rechts von der Fassade befindet sich ein Tabernakel aus mehrfarbigem Ton, ein Werk der Brennmeisterei Chini. In unmittelbarer Nähe des Altstadtzentrums befindet sich das Oratorium Santissimo Crocifisso dei Miracoli, das im 18. Jahrhundert errichtet wurde, um hier ein bemaltes Holzkruzifix aufzubewahren, das von einigen deutschen, auf der Flucht vor der Pest befindlichen Pilgern im Jahr 1400 hier zurückgelassen worden war. Es befindet sich in einer Nische über dem Hochaltar und wird von einem großen Tuch aus dem 19. Jahrhundert verdeckt. Durch eine eigene „Maschine“ kann das Kruzifix je nach Anlass angehoben oder zur Anbetung durch die Gläubigen hinabgelassen werden.

In der Nähe des Oratoriums befindet sich die Villa Pecori Giraldi, in der das Manufaktur-Museum Museo della Manifattura Chini untergebracht ist. In der von einem schönen Park umgebenen Villa sind zahlreiche malerische und architektonische Werke von Galileo Chini und seiner Familie zu sehen, während sich im Obergeschoss die Museumsräumlichkeiten mit wunderschönen Keramiken und Jugendstil-Fenster befinden

Ein zauberhafter Spaziergang führt von dem kleinen Platz in Grezzano zum Bauernmuseum Casa d’Erci (www. casaderci.it), ein großer Bauernhof mit historischen Nachbildungen (das Schlafzimmer, die Küche, die Spinnerei, die Wäscherei usw.) sowie einer reichhaltigen Sammlung von landwirtschaftlichen Werkzeugen aus dem 19. und 20. Jahrhundert. Kurz vor dem Museum sollten Sie auch der Wassermühle Faini aus dem 15. Jahrhundert einen Besuch abstatten.

Von der Casa d’Erci im Forstpark Giogo Casaglia aus kann man auch Rundwanderungen unternehmen, die auf gut markierten Wegen über den Gebirgskamm führen, oder aber man legt an den dafür ausgestatteten Picknickplätzen einen Zwischenstopp ein. Nicht versäumen sollte man die Wassermühle Margheri in Madonna dei Tre Fiumi, die man am besten mit dem Eigentümer höchstpersönlich, Herrn Cerbai, besucht. Die Mühle stammt wahrscheinlich aus dem Jahr 845 und ist immer noch voll funktionstüchtig: Hier kann man das Mahlverfahren beobachten und Weizen-, Mais- und Maronenmehl von ursprünglichem Geschmack erwerben. Auf der anderen Straßenseite befindet sich ein kleines Oratorium aus dem Jahr 1578. Der Weg führt hinauf bis zum Gebirgspass Passo della Colla di Casaglia, von wo aus man zahlreiche Wanderungen oder Mountainbiketouren innerhalb des Forstparks Casaglia unternehmen oder inmitten von Kastanienhainen bis nach Ronta hinabsteigen kann.

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